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Wir können Klimaschutz!

Ich frage mich, was gestern die wichtigere Nachricht war? Für mich als Vater zweier Kinder mit Blick auf den anstehenden „Vatertag“, dass es laut Statistischem Bundesamt 2019 an diesem Tag so viele Unfälle mit Alkoholeinfluss gab wie an keinem anderen Tag des Jahres? Oder die News, dass wir Klimaschutz können?

Denn nach einer neuen Studie des Global Carbon Project an der Universität Stanford, die jetzt im Fachjournal Nature Climate Change veröffentlicht wurde, lagen während des Corona-Lockdowns die täglichen Emissionen an CO2 weltweit um rund 17 Prozent unter denen des Vorjahres. Sie fielen damit auf den Stand des Jahres 2006. 43 Prozent davon gingen auf den Rückgang des Straßen- und Bahn-Verkehrs zurück, der Luftverkehr trug zehn Prozent bei. Weitere 43 Prozent sparten Industrie und Kraftwerke, die heruntergefahren wurden.

Was soll man daraus schließen? Wir können Klimaschutz, wir können die Klimakrise in den Griff bekommen, wenn wir es wollen. Das bedeutet aber, dass das Wirtschaften wie bisher so nicht mehr geht. Bleibt zu hoffen, dass die Politik die Kurve bekommt und uns Möglichkeiten eröffnet, sich klimaschützend fortzubewegen, nachhaltig zu wirtschaften – und entspannter zu leben. In einer großen deutschen Wochenzeitung las ich von Zuschriften, laut derer es zum Beispiel Eltern plötzlich schaffen, ein Kind zu zeugen, oder ein Mann von seinem Drogenkonsum wegkam oder ein anderer nach einem Burnout wieder Zuversicht entwickelt.

Wären da nicht die vielen Toten weltweit, die vielen nun Armut leidenden, könnte man fast froh über die Pandemie-Pause sein.

Markus Schulte

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