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Leugnung des Klimawandels durch Rechtspopulismus erreicht Menschen kaum

Die AfD ist ein prominentes Beispiel dafür, wie eine Partei die Rolle des Menschen beim Klimawandel leugnet. Forschende haben jetzt aber festgestellt, dass selbst bei Personen, die ansonsten dezidiert rechtspopulistische Positionen teilen, eine solche Haltung bislang selten ist.

Dafür haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Europa-Universität Flensburg und der Technischen Universität Dortmund in einem Projekt ab Juni 2020 ein Jahr lang zu der Frage geforscht, welche Folgen ein erstarkender Rechtspopulismus für Umweltschutzpolitiken besitzt.

Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierte Pilotstudie „Politiken der Nicht-Nachhaltigkeit“ umfasste im Wesentlichen zwei Analyseschritte: Zum einen wurde die wissenschaftliche Literatur zu dem noch neuen Forschungsfeld „Rechtspopulismus und Klimaschutz“ systematisch ausgewertet. Zum anderen wurden die Daten quantitativer Repräsentativbefragungen in Hinblick auf das Themenfeld ausgewertet.

Leugnung des vom Menschen gemachten Klimawandels nur äußerst selten in Bevölkerung

Die Untersuchung förderte dabei unter anderem das überraschende Ergebnis zu Tage, dass die Leugnung des vom Menschen gemachten Klimawandels, die heute vielfach zur Programmatik rechtspopulistischer Parteien gehört, nur äußerst selten in der Bevölkerung zu finden ist. Selbst bei Personen, die ansonsten dezidiert rechtspopulistische Positionen teilen, ist eine solche Haltung bislang selten.

Statistische Auswertungen zeigen allerdings auch, dass die Zustimmung zu fremdenfeindlichen und nationalistischen Aussagen stärker mit der Ablehnung von Maßnahmen des Klimaschutzes in Zusammenhang stünden als allein populistische Einstellungen.

Podcast und Broschüre mit Ergebnissen

„Es ist davon auszugehen, dass das Thema in den kommenden Jahren an Brisanz gewinnen wird“, sagt Bernd Sommer von der Uni Flensburg: „Denn die Einhaltung der Pariser Klimaziele erfordert die Transformationen verschiedener gesellschaftlicher Bereiche.“ Ein solcher Transformationsprozess sei häufig konfliktbehaftet. „Rechtspopulisten versuchen, diese Konflikte zu fundamentalisieren, um so politisch davon zu profitieren“, meint Sommer.

Eine Abschlusskonferenz des Projektes konnte wegen Corona nicht stattfinden. Deshalb gibt es die Projektergebnisse als Broschüre und Podcast.

Foto: Niek Verlaan auf Pixabay

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