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Warum so wenig Imkereinachwuchs?

Sie halten, betreuen und vermehren Bienenvölker, züchten Bienenköniginnen und vermarkten Honig und andere Produkte – die Imkerinnen und Imker. Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilt, schlossen im Jahr 2020 in Deutschland 24 Menschen einen Ausbildungsvertrag als Tierwirt beziehungsweise Tierwirtin der Fachrichtung Imkerei neu ab.

Davon mehr als zwei Drittel Männer, etwa ein Drittel Frauen. Im Jahr 2019 lag die Zahl der neu abgeschlossenen Verträge noch bei 27. Über ein Drittel der Auszubildenden besaß die Hochschul- oder Fachhochschulreife, ein weiteres Drittel einen Realschulabschluss und ein Viertel einen Hauptschulabschluss. Die Imkerei ist eine Fachrichtung des dreijährigen anerkannten Ausbildungsberufs Tierwirt/-in in der Landwirtschaft. Zuletzt befanden sich insgesamt 54 Menschen in diesem Ausbildungsberuf.

Bienen liefern nicht nur Honig – als Bestäuber vieler Wild- und Kulturpflanzen sind sie vor allem in der Landwirtschaft sowie dem Obst- und Gartenbau unersetzlich. Doch in einigen Teilen Europas gibt es immer weniger Bienen. In Westeuropa ging die Zahl der Bienenvölker laut Schätzungen der FAO zwischen 1990 und 2019 um 59 Prozent von 3,5 Millionen auf 1,4 Millionen zurück. In Osteuropa sank ihre Zahl im gleichen Zeitraum um 47 Prozent.

Imkerei und Bienenzucht seit 1990 deutlich zugenommen

Weltweit hat die Zahl der Bienen und Hummeln abgenommen, das Insektensterben ist in aller Munde. Und das, obwohl Imkerei und Bienenzucht seit 1990 deutlich zugenommen haben, wie das Bundesamt weiter mitteilt. Die Zahl der weltweit gehaltenen Bienenvölker schätzte die FAO für das Jahr 2019 auf rund 90 Millionen. Gegenüber 1990 entsprach dies einem Anstieg um dreißig Prozent. Die meisten Bienenvölker gab es 2019 in Asien mit 43,6 Millionen und Afrika mit 17,4 Millionen.

Größter Honigproduzent der Welt war 2019 China mit einer Jahresproduktion von 1,85 Millionen Tonnen. Es folgte die Türkei mit 109000 Millionen Tonnen. Kanada, Argentinien und Iran kamen laut FAO 2019 auf eine Jahresproduktion von jeweils rund 80000 Tonnen.

Foto: Zachtleven fotografie auf Pixabay

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