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Was ist uns die Schreibe wert?

Ich werde mit ihm sicher nicht mehr warm. Aber Rezo bekommt gerade beste Kritiken für ein youtube-Stück über Journalismus – also das, was auch schon mal die „Vierte Gewalt“ genannt wird und was leider immer mehr Schwierigkeiten hat, sich zu finanzieren. Die Schreibe der Journalisten.

Unser Grundgesetz garantiert die Pressefreiheit. „Zensur findet icht statt“, meißelt es in Stein. Das ist gut und eine Lehre aus schlimmer Vergangenheit. Aber angegriffen werden Journalisten dennoch weiterhin, auch seit Corona. In Amerika, wo sie über Gewaltausbrüche bei Demonstrationen berichten. Im Bundestag, wo nachgefragt wird, warum Redaktionsbüros wie Correctiv mit staatlichen Fördermitteln unterstützt werden.

Wir müssen uns einig sein, dass wir freie Medien wollen, frei Schreibe halt. Wir Bürger, denn sie sollen uns vor der Macht der Regierenden durch gute Recherche schützen, frei von jeder Parteilichkeit. Der Wissenschaftsjournalist Volker Stollorz hat kürzlich einem Ausschuss des Bundestages die Idee einer Stiftung für Journalismus über Wissenschaft präsentiert. Die Debatte über den Virologen Christian Drosten hält uns die Notwendigkeit vor Augen.

Ein gutes Beispiel für solide journalistische Arbeit ist der Journalist Thomas Wiegold mit seinem Blog „Augen geradeaus“. Seit Jahren leistet er beste Recherche in Sachen Bundeswehr und weltweiter Kriegsführung. Wovon lebt er? Unter anderem von Spenden.

Wollen wir statt guter Recherche ausgebildeter Journalisten künftig Datenjournalismus allenthalben? Ich zumindest nicht! Wie gesagt, wir Bürger müssen wissen, welchen Journalismus wir wollen.

Markus Schulte

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